Wie Menschen ihr Lernen gemeinsam gestalten – was von einem erfolgreichen Barcamp bleibt

Vor einer Woche fand in Berlin das Barcamp Lernkultur ohne Prüfungskultur!? statt. Wir blicken in diesem Newsletter zurück – und voraus…

 

Zuerst der Dank

Ein Barcamp ermöglicht den Anwesenden, sich auszutauschen, Ideen vorzustellen, neue Projekte anzustoßen und Menschen zu verbinden, die sich mit ähnlichen Fragen beschäftigen und neue Perspektiven einbringen. Das gelingt nur, wenn ein stimmiger Rahmen vorhanden ist, wenn die Organisation funktioniert und die Atmosphäre vertiefte Gespräche ermöglicht.

Genau das war in Berlin der Fall – und dafür möchten wir uns bedanken:

  • Bei Dejan, der seine Expertise zu Barcamps so eingebracht hat, dass von Anfang an alles funktioniert hat – von der Ausschreibung über Anmeldungen bis zu den Abläufen vor Ort.
  • Bei Anne, die unsere Geschäftsstelle leitet und vor dem Tag zusammen mit Björn als Vorbereitungsteam enorm viel gestemmt hat – und dann am Tag selber einen riesigen Einsatz geleistet hat.
  • Bei Jöran, der uns mit seiner humorvollen und professionellen Moderation unterstützt hat.
  • Bei der Schule, an der das Barcamp stattgefunden hat, der ESBZ und der Schulleiterin, Caroline Treier, für die bereichernde Zusammenarbeit und Gastfreundschaft!
  • Und bei allen 200 Teilnehmenden für ihre Beiträge, ihre Offenheit und ihren Enthusiasmus!

Dann ein Wort zum Inhalt

Ein Barcamp lässt sich nicht zusammenfassen. »Eine unglaubliche Vielzahl an Perspektiven und Fragestellungen mündete in Verabredungen, Absichten, Motivation und neuen Verbindungen«, schreibt Björn in seinem Rückblick.

Ein paar Stichworte können aber diese Vielfalt vermitteln: Diskutiert wurde über eine Methode zum interaktiven Demokratietraining, über die Schwierigkeiten des Lateinunterrichts, über Präsentationsprüfungen, über erfolgreiche Schulen in NRW, in Neuseeland und in Berlin, über idealistische Visionen zu Lernkultur bis zu pragmatischen Lösungsvorschlägen für sinnvolle Prüfungsformate unter aktuellen Bedingungen.

Blickt man in die Sessionprotokolle, so wird deutlich, dass der aktuelle KI-Hype in diesen Diskussionen in den Hintergrund rückt: In praktisch allen Sessions ging es darum, wie Menschen ihr Lernen gemeinsam gestalten können, wie Schulen Rahmenbedingungen schaffen können, unter denen sich Schüler:innen entfalten und unterschiedlichste Perspektiven auf die Welt und das Leben einnehmen können. Und darin zeigt sich auch, weshalb ein Barcamp als Form so wunderbar ist: Weil dieses gemeinsame Lernen das ist, was an einem Barcamp passiert. In Berlin haben engagierte Menschen genau das getan, was sie an Schulen ermöglichen möchten.

Ausblick: OERCamp Werkstatt Detmold – 28.-30. Mai

Wem diese Form des Lernens und Arbeitens gefällt, kann in Detmold weitermachen. Die OERCamp Werkstatt ist «eine „Learning-and-Doing“-Fortbildung, die ganz auf die Arbeit an eigenen Lehr- und Lernmaterialien ausgerichtet ist. Hier kommen Menschen aus allen Bildungsbereichen zusammen, um konzentriert an Materialien zu arbeiten – einzeln oder in Teams, von der Idee bis zur Veröffentlichung als Open Educational Resources (OER)».

Die Anmeldung ist kostenfrei:
➡️ Website OERCamp Werkstatt Detmold

Abonniere den Newsletter des Instituts für zeitgemäße Prüfungskultur